Dienstag, 24. April 2018

Dreiländerpunkt - Vaalser Berg - für Passknacker "bezwungen"

23.04.2018

Blick vom Vaalserberg in Richtung Gemmenich und Plombières

Ich muss unbedingt was machen, damit ich vom letzten Platz der Passknacker-Rangliste runterkomme. Eine schöne Runde durch Belgien und die Eifel ist schon geplant - hey - da hole ich mir gleich elf tolle Ziele.
Zwei sind es dann heute leider "nur" geworden - in meiner Lieblingsregion im Grenzgebiet D/B/NL.

Der erste Nachweis ist der "Vaalserberg", der Dreiländerpunkt im Dreieck Deutschland - Belgien - Niederlande.
In Aachen fährt man übergangslos nach Vaals in den Niederlanden. Von dort aus geht es dann in einigen Schwüngen den Vaalser Berg bis auf 322m ü. M. hinauf.

Rennradfahrer aus NL und Belgien - am Berg immer dabei

Aussichtsturm mit Restaurant auf der niederländischen Seite

Restauration De Bockrijder

Freizeitspaß im "Labyrinth Dreiländerpunkt"

Aussichtsturm auf der belgischen Seite

Grenzstein am Dreiländerpunkt

Am Dreiländerpunkt ist immer was los - jeder möchte mit ein, zwei Schritten zwischen den drei Ländern hin und her wechseln oder auf die Spitze des Grenzsteins klettern. Interessant zuzuschauen, was sich die Besucher für ihre Fotos so alles einfallen lassen.

Immer was los am Dreiländerpunkt auf dem Vaalserberg

Hier oben liegt dann auch noch, mit 322,4 Metern, der höchste Punkt des europäischen Teils der Niederlande. Und Serpentinen gibt es hier auch.

Die wohl einzigen Serpentinen der Niederlande - am Vaalserberg

Der zweite Nachweis, der Pas van Wolfhaag, liegt auf der anderen Seite in Gemmenich, an der grünen Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden.

Pas van Wolfhaag

Drei Stunden war ich auf schönen, sonnigen 100 Kilometern unterwegs - mal sehen, wann es wieder mal passt.

Vom Letzten Platz der Rangliste bin ich jetzt auf Platz 153 von 167 geklettert - noch ganz schön viel Luft nach oben.

Viel Spaß und tolle Touren
wünscht HerBert


Sonntag, 15. April 2018

Erster Passknacker-Punkt 2018

Passknackerpunkt Wiblingwerde im Märkischen Kreis
Auf der gestrigen Tour lag - fast zufällig - mein erster "Passknacker"-Nachweis 2018. Unter dem Holzschild des Waldkindergartens sieht man gerade noch das Ortsschild von Wiblingwerde hervorschauen - Aufgabe erfüllt.
Die Befestigung des Posters mit den kleinen Federzwingen klappt bestens - gesehen in der Blog-Nachbarschaft bei "600ccm.info" und gleich übernommen.
So ging das mit dem Foto recht fix und die Gefährten brauchten nicht lange zu warten.



Die beiden, auch noch in der Umgebung liegenden Punkte, habe ich dann aber zugunsten des Zeitplans "links liegen lassen" - man kann halt nicht alles haben. Aber wenigstens schon mal klein angefangen - steigern kann man sich ja immer noch.
Den Bericht zur kompletten Tour gibt's etwas später.

Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert


Sonntag, 1. April 2018

Hochofen 5

24.03.2018 - Landschaftspark Duisburg-Nord
Hochofen 5 im Landschaftspark Duisburg-Nord

Während der technischen Ausbildung wurde uns nicht nur vermittelt wie metallische Werkstoffe bearbeitet werden, sondern auch, woher sie kommen.
Da wurde am Schraubstock stundenlang gefeilt und gemeißelt, an großen Maschinen gebohrt, gefräst und geschliffen. Und im theoretischen Unterricht gab es dann die spannenden Grundlagen des Maschinenbaus und der Elektrotechnik. Dort war dann das Fachkundebuch Metall und - da wir uns erst nach einem Jahr für eine bestimmte Fachrichtung entscheiden würden - auch das Fachkundebuch Elektrotechnik unsere Bibel.
Alles war überaus spannend - ganz besonders auch, wie unsere Stahlkocher Eisenerz zu Roheisen schmelzen. Überhaupt wurde der Stahlgewinnung eine große Bedeutung beigemessen - und der Hochofen was der Star unter den Giganten der Stahlindustrie. Obwohl ich nie auch nur in die Nähe eines Hüttenwerks gekommen bin, weiß ich auch heute noch, wie solch ein riesiger Ofen betrieben wird - zumindest in der Theorie.
Auf unserer 2008-Tour "Komm zur Ruhr" kam ich dann erstmals in die Nähe einer - mittlerweile seit 1985 stillgelegten - Hochofenanlage. Mit dem festen Vorsatz - hier komme ich noch einmal hin.
Das hat nun leider noch einmal ein paar Jahre gedauert - aber jetzt stehe ich ganz oben - in 70 Metern Höhe - auf der Plattform von Hochofen 5 im Landschaftspark Duisburg Nord und schaue auf die immer noch beeindruckende Industrielandschaft rund um Duisburg.
Ein langer Weg hierhin.

Das Wetter ist klasse - frisch und sonnig - dabei hatte es in den letzten Tagen nur geregnet. Glück gehabt.
Treffpunkt 1 ist heute bei Birgit & Thomas - wo Thomas mein "X" gleich mal wiederbelebt muss. Vor lauter Freude, uns nach der langen Winterpause wiederzusehen, hatte ich doch glatt die Griffheizung und das Licht angelassen. Nur noch ein müdes Klackern ist beim Startversuch zu hören - ach hätte ich die Batterie doch Gestern noch mal kurz nachgeladen. Thomas ist gleich mit dem Starthilfekabel zur Hand. Anschließen - Starten - und schon läuft der Motor wieder fröhlich vor sich hin. Erleichterung.

Wiederbelebung

Den kurzen Weg zum TP 2 bei Polo in Jüchen verlängern wir uns, indem wir aber auch jeden Schlenker nach rechts und links mitnehmen - wie schön und aufregend ist doch die erste Ausfahrt der Saison.
Bei Polo angekommen geht's noch schnell in den Store - ich brauche doch endlich mal einen gescheiten Rückenprotektor. Da ich den Schildkrötenpanzer eher selten umschnalle, habe ich mich für einen guten Protektor für den Jackeneinschub entschieden. Die freundliche Verkäuferin berät mich kompetent und tauscht auch gleich den einfachen Schaumstoff-Dummy meiner Jacke gegen den RP2001 von Save Max aus. Das gibt sofort ein besseres Sicherheitsgefühl.
Wieder bei den Maschinen trifft auch schon Christine bei uns ein - heute leider ohne Günter. Auch Rainers Saisonstart verzögert sich - ich freue mich schon darauf, wenn die beiden wieder dabei seid.
Jetzt geht es zum TP3 - es folgt sogar noch ein vierter!

Polo-Jüchen

Ute hat uns heute zum Frühstück eingeladen - da legen wir doch sehr gerne einen Stopp bei ihrer ein. Da Heike und Helmut auch schon eingetroffen sind, geht es nach der herzlichen Begründung auch gleich an den lecker gedeckten Frühstückstisch. Tolle Idee Ute - demnächst holen dich gerne öfter von Zuhause ab!

Zum Frühstück -

bei Ute

Nach einer guten Stunde ruhiger Fahrt durch Neuss, Krefeld und Duisburg erreichen wir den Landschaftspark Duisburg Nord - auch LaPaDu genannt.

Willkommen im Chemiepark

Der Rhein bei Duisburg

Homberg

Friedrich-Ebert-Rheinbrücke

Brückentürme
Duisburg-Laar

Der "Landschaftspark Duisburg-Nord" ist eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit für Duisburg, das Ruhrgebiet und Deutschland. Ein komplettes Hüttenwerk - wo einst harte körperliche Arbeit geleistet wurde - wurde zu einem Erlebnisraum verwandelt. Der Geruch von Eisen, Kohle und Rauch liegt in der Luft und verfliegt hier nie. Alles ist echt und so, wie vor vielen Jahren und wird laufend in seiner Tradition bewahrt.

Landschaftspark Duisburg-Nord

Die kostenlosen Parkplätze liegen gegenüber des Hauptzugangs und es ist schon reichlich was los. Einweiser regeln den steten Zufluss an Fahrzeugen - erstmal kein gültiger Parkplatz für unsere Bikes in Sicht. Also folgen wir den Anweisungen des Personals, fahren den Platz hoch und am Ende wieder etwas zurück. Passt schon - der Fußmarsch ist jetzt nicht mehr allzu weit.

Kostenfrei Parkplätze

Heute ist der erste schöne Tag nach langem Mistwetter. Das merkt man auch an der Menge der Besucher. Da der Zutritt zum kompletten Gelände kostenfrei ist, hat sich der Park zu einem beliebten Anlaufpunkt für rund 1 Million Besucher pro Jahr entwickelt.

Meilensteine europäischer Industriekultur

Auf dem Gelände

Schon der erste Eindruck ist beeindruckend - Hochöfen, Werkshallen, mechanische und elektrische Geräte bestimmten das Bild.





Unser erster Anlaufpunkt ist das Besucherzentrum im ehemaligen Hauptschalthaus. Hier gibt es Informationen rund um den Park und für uns einen Lageplan "Entdeckt, staunen, erleben".

Hauptschalthaus



Besucherzentrum

Unser Höhepunkt ist der Aufstieg auf den 70 Meter hohen Hochofen 5. Immer weiter geht es hinauf über schmale eiserne Treppen. Auf jedem Meter gibt es etwas interessantes zu sehen, an vielen Stellen erklären Infotafeln die Funktionen der Hochofenanlage, in der bei bis zu 2400 Grad Hitze, Eisenerz zu Roheisen geschmolzen wurde.

Aufstieg auf den Hochofen 5
















Mitten im Aufstieg erreicht uns ThomasK WhatsApp - jetzt ist auch er zu uns gestoßen.
Auf der Aussichtsplattform angekommen genießen wir einen großartigen Rundumblick über die Anlagen des Landschaftsparks, das Ruhrgebiet und den Niederrhein. Super, dass alle mit hochgekommen sind - wieder ein tolles Abenteuer!

Ausblick auf 70 Meter Höhe



Turtles Crossing




Zurück am Boden von Hochofen 5 treffen wir ThomasK - quasi am TP 4. Nach einem Termin am Morgen hat er seine KTM auf die Bahn gesetzt und ist - im Gegensatz zu uns - blitzschnell hier angekommen. Und hat sich auch noch einen Parkplatz direkt neben den E-BIKES geschnappt. Schön, dass das noch geklappt hat.

ThomasK - über den Winter um einige Kilos leichter geworden - aber keineswegs zu übersehen
Gießhalle

Gasometer

So eine Hochofen-Besteigung macht hungrig - und da trifft es sich gut, dass es, gleich neben dem Besucherzentrum, das Restaurant "Hauptschalthaus" gibt. In imposanter Kulisse - mit Aussicht auf alte Industrieanlagen - genießen wir Burger oder Flammkuchen - ganz wonach einem gerade so ist.
Es geht wieder auf die Heimreise. Wir haben noch lange nicht alles gesehen, was es hier zu bestaunen gibt - aber man kann ja nochmal wiederkommen.

Das Restaurant im Hauptschalthaus

mit toller Aussicht
ist gut besucht

und die Burger

und Flammkuchen

schmecken super

Duisburg, Moers, Krefeld, Viersen. Ansich keine schlechte Strecke - wenn da nicht die vielen roten Ampeln wären. Das sind wir so nicht gewohnt. Bei unseren Ardennentouren kommen wir vielleicht auf drei rote Ampeln - hier waren es gefühlte 300. Das reicht jetzt für den Rest der Saison.
In Viersen suchen wir uns noch einen freundlichen Italiener und gegen 18 Uhr sind wir alle wieder wohlbehalten Zuhause.

Brückentürme - etwas später
Brückenkonstruktion aus Stahl

Eiscafé Cellitino in Viersen

Und tschüss
Der Frühling ist endlich da

Die ersten 168,4 Tourkilometer in 2018

Ein schöner, ruhiger Tourtag als Start in die Saison 2018 der uns zeigt - wir können es noch!

Herzlichen Dank an die Gefährtinnen und Gefährten für den tollen Tourtag, Ute für die klasse Idee mit dem Frühstück und an Birgit für die tollen Bilder.



Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert