Sonntag, 10. Dezember 2017

Ausflugsparadies Eifel

August 2017 – An der südwestlichen Grenze NRW's


Wie wär's denn mal mit einer Runde Golf? Im Ausflugs-Paradies Eifel kein Problem!
Schon im vorigen Jahr gab es einen Bericht in der "Altuellen Stunde Aachen" über die Adventure-Golf-Anlage des Landhotel Kallbach in Simonskall. Na gut - eigentlich handelt es sich dort um eine Minigolf-Anlage - aber immerhin mit dem Zusatz Adventure. Grund genug  für abenteuerlustige Biker, sich die Anlage einmal aus der Nähe anzusehen :-)

Heute nehmen wir mal nicht unsere „Lieblingsanfahrt“ über Schevenhütte in die Eifel – Abwechslung tut auch mal gut.



Wir treffen uns auf dem Parkplatz „Alter Schulhof“ in Lövenich. Rainer ist schon da und so nach und nach treffen auch Birgit & Thomas, Ute, Christine und Günter und Heike und Helmut ein. Nur ThomasK, den ich gerade noch vorbeifahren sehe, bekomme ich erst nach einem Anruf auf den Parkplatz gelotst. Sein TomTom konnte den Startpunkt nicht finden. Aber jetzt sind wir in „Vollbesetzung“.



Um 9 Uhr geht’s los – 250 km liegen vor uns. Keine große Sache also – gegen 17 Uhr sollten wir wieder zurück sein.



Bei Schophoven geht es am Rand des Braunkohle-Tagebaus Inden vorbei. Unermüdlich arbeiten sich die mächtigen Schaufelradbagger in dem riesigen Loch vorwärts – groß ist der Hunger nach fossilen Brennstoffen für die umliegenden Braunkohle-Kraftwerke.



Es geht vorbei an Düren und bei Gürzenich treffen wir wieder auf unsere Vorzugsstrecke – die heutige Anfahrt war aber auch ganz toll.







Über Obermaubach geht es nach Brandenberg und Bergstein und dann die tollen Kurven hinunter nach Zerkall. Bei Brück schauen wir hinauf zur Burg Nideggen, dann schrauben wir uns wieder hinauf in Richtung Schmidt.




Ein Highlight ist immer die Abfahrt in Richtung Rursee / Heimbach. In Hasenfeld liegt dann auf der rechten Seite unser erster Kaffee-Stopp – die Bäckerei Arndt Hallmanns.




Die Tische und Stühle sind noch nass vom Starkregen des vorigen Tages und der Nacht. Die freundliche Angestellte kommt sofort zu uns und wischt Stühle und Tische trocken – da wollen wir uns auch nicht länger bitten lassen und holen uns im Verkaufsraum vom lecker duftenden Angebot hinter der Theke und dampfenden Kaffee – was haben wir nur wieder ein Glück mit unserem heutigen Tour-Wetter.






Weiter geht’s durch Heimbach und hinauf nach Mariawald. Die ganze Strecke ist auf 50 km/h begrenzt – hmmm – da kann man dann so richtig ausgiebig Landschaft und Natur genießen.





In Gemünd biegen wir links ab nach Kall. Links oben liegt die Eifelhöhenklinik Marmagen und wenig später passieren wir das Kloster Steinfeld. Dort müssen wir demnächst auch mal einen Stopp einlegen.






Heute fahren wir noch einige Kilometer weiter, die schöne Strecke von Paulushof hinunter nach Hecken. Weiter vor uns liegt die Wildenburg, auf der wir unsere Mittagspause halten wollen.






Einige Eifelkurven später lenken wir unsere Bikes hinauf zur „Wildenburg“ und kehren einigermaßen hungrig in der Burgschänke ein.




Die romantisch gelegene Wildenburg aus dem 12. Jahrhundert ist die einzige nicht zerstörte Höhenburg im Kreis Euskirchen. Von 1414 bis 1639 war sie im Besitz der Herren von Palandt und wurde im 18. Jahrhundert vom Kloster Steinfeld angekauft. Von den Mönchen in ihrer jetzigen Gestalt umgebaut, wurde das Priorat während der französischen Revulution 1802 aufgelöst und die Mönche aus der Abtei Steinfeld und dem Priorat Wildenburg wurden vertrieben.
Die Burg ist nicht zu besichtigen – es sei denn, man möchte dort seine Hochzeitsfeier abhalten. Uns ist aber gerade nicht danach – also stellen wir unsere Bikes vor dem Zugang ab und gehen hinunter zur „Burgschänke“.





Auf der überdachten und geschützten Terrasse des Restaurants ist es uns heute einfach zu warm. Deshalb nehmen wir die freiliegende Terrasse und richten uns dort gemütlich ein. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Hügel, Hänge und der Eifel.




Der Kellner fragt uns nach unseren Wünschen – und plötzlich sind wieder diese alten Erinnerungen da. Wie so oft fahre ich als Kind mit meinen Eltern in unserem VW-Käfer durch die Eifel, wir besuchen ein Kloster oder eine Kirche, wandern zu einem Restaurant  und der Kellner fragt uns nach unseren Wünschen. Für mich gab es dann immer ein kleines Schnitzel mit Pommes und eine – schöne gelbe, unglaublich prickelnde „Sinalco“ Limonade mit Strohhalm.
Die Sinalco und eine Hand voll Erdnüsse – für einen Groschen aus dem Automaten auf dem Tresen gedreht – ich glaube – schon dafür bin ich immer so gerne mit meinen Eltern in die Eifel gefahren.
Das fröhliche Lachen der Gefährten holt mich aus meinen Gedanken zurück – das Essen war sehr gut und die ganze Umgebung strahlt eine angenehme Ruhe aus – genau wie vor einem halben Jahrhundert.





Genug geträumt, wir verlassen die Oase  es muss ja schließlich weitergehen ;-)





Manderscheid und die Greifvogelstation Hellenthal ziehen an uns vorbei. Da muss ich auch unbedingt noch mal hin. Zuletzt haben wir deren Kunstflüge auf dem Markt in Monschau bestaunen können – ganz große Klasse.



An der Olef geht es an Schleiden vorbei. In einer Doppelkehre fällt mir ein tempelartiges Gebäude auf – das „Tempelchen“ – wie sich später herausstellt. Das interessante Bauwerk, auf einer Felsnase oberhalb Schleidens errichtet, wurde 1913 als Kriegerdenkmal für die Opfer der Kriege 1866 und 1870/1871 entworfen. Die Grundsteinlegung erfolgte 1914, aber durch den Ersten Weltkrieg wurde die Gedenkstätte erst 1932 fertiggestellt. Nun erinnert die Gedenktafel auch an die Opfer dieses Krieges. Heute dient der Ort weniger – dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreiteten Helden-Verehrungs-Kult – sondern ist längst der praktischen Funktion als Aussichtsplattform und „Eifel-Blick“ in das Schleidener Tal gewichen.





Über Dreiborn, Vogelsang, Einruhr, Dedenborn und Simmerath fahren wir ins Kall Tal hinein bis zum „LandhotelKallbach“ in Simonskall.






Das 4-Sterne-Landhotel macht einen sehr gepflegten Eindruck,. Auf der Außenanlage sitzt man sehr angenehm und die Bedienung ist freundlich und zuvorkommend. Auch der Kaffee und die Waffeln mit heißen Kirschen schmecken besonders gut.



Das Besondere hier ist aber die „Adventure-Minigolf-Anlage“.


Hier spielt man auf naturnahen Kunstrasenbahnen und wie beim „großen“ Golf auf 18 Löchern. Hügel, Senken, Geländeübergänge und allerlei spannende Überraschungen müssen auf den Greens bis zu 50 Metern Länge bewältigt werden. So schlägt man beispielsweise über Bachläufe hinweg, um Findlinge herum, in Fenster von Holzhütten hinein, über Sandbunker und durch Tunnelsysteme. Auch ein sich drehendes Mühlrad ist zu überwinden. Es ist ein tolles Freizeiterlebnis für Jung und Alt und vereint die Disziplinen Abenteuer und Golf auf über 3000 qm.





Nun geht es auf unsere letzte heutige Etappe und pünktlich um 17 Uhr kommen wir wieder an unserem Ausgangspunkt in Lövenich an.

Ausflugparadies Eifel - 250 km

Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert


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