Mittwoch, 20. Dezember 2017

Als wär´s das Paradies

September 2017 - Wer hätte das gedacht - Das Paradis liegt in den Lütticher Ardennen


Stark urlaubsreduziert geht es heute - ins Paradis. Das wir dazu nur in die Lütticher Ardennen fahren müssen, wusste ich bisher auch noch nicht.

Bei der Planung einer weiteren Tour in unser bevorzugtes Tourgebiet "Ardennen" mit möglichst noch kleineren Ortschaften und Weilern, stieß ich zufällig auf diesen verheissungsvollen Namen "Paradis". Und schon haben wir wieder ein interessantes Ziel, um das herum diese Tour aufgebaut wird. Fertig ist die Tour ins Paradies.

Von Hückelhoven-Baal aus gehen Thomas & Birgit und ThomasK mit mir auf die Reise. In Aldenhoven am McD angekommen, tankt Ute gerade ihre "Kleene" an der Shell auf - dann wird sie die Runde wohl ohne nachzutanken fahren können.



Zunächst trägt uns die A44 zügig bis Eupen, danach geht es am Lac de la Gileppe vorbei nach Spa.






Die einst glanzvolle Kur- und Bäderstadt Spa tut im Moment einiges, um ihr Aussehen wieder etwas aufzuhübschen.






Schon bei der Einfahrt über Balmoral überraschen die eindrucksvollen Kreisverkehre, die Straßen erscheinen sauberer und die alten Häuser und noblen Gebäude machen mehr her als noch vor einigen Jahren.






Über die landschaftlich tolle Rue de Barisart geht es durch schöne Wälder hinaus aus Spa in Richtung Strumont.





Kurz vor La Gleize hängen Wolken direkt über den Baumwipfeln der Ardennenwälder - ein beeindruckender Anblick.






In Strumont haben wir uns die Bäckerei "Boulangerie Bourotte" für unsere Kaffeepause ausgesucht - sehr zu empfehlen.


Der Außenbereich ist noch ziemlich nass vom Regen der letzten Nacht und ein wenig frisch ist es heute morgen auch noch. Da gerade eine Gruppe belgischer Biker das Cafe verlässt, entern wir ganz schnell die freigewordenen Sitzplätze im Warmen.




Die Bäckerei ist eine wahre Fundgrube für all die Leckereien, die es in einer belgischen Boulangerie so gibt und zusammen mit einer Tasse Kaffee und  in netter Gesellschaft sind wir bald schon wieder aufgetaut und es geht weiter mit unserer Reise ins Paradies :-)



Das sind jetzt noch gerade mal 15 Kilometer - dann zeigt uns ein mit Blumen geschmücktes Ortsschild, dass wir nun in Paradis angekommen sind.


Die Landschaft ist durchaus lieblich und auch eine kleine Kirche steht auf dem leichten Hügel - aber es fehlt dann doch das "e" im Ortsschild "Paradis".







Einmal durch den kleinen Ort - dann geht es weiter auf unserer Fahrt durch die kleinen schönen Ardennendörfer mit ihren schmucken Naturstein-Häusern.






Bewusst weichen wir von den - auch schon tollen kleinen Landstraßen ab - und fahren direkt durch die kleinen Dörfer, die ruhig und einsam in der Samstagmittags-Sonne liegen.








Kaum ein Mensch ist hier anzutreffen, als Biker sind wir die einzigen Lebewesen auf der Straße.
In einem großen Bogen umfahren wir Werbomont und stoßen hinter Bra auf die Lienne.






Der liebliche kleine Fluss schlängelt sich durch eine urtümliche Landschaft, in die man sich als Biker einfach verlieben muss. Zu jeder Jahreszeit und egal ob mit oder gegen den Flusslauf - es ist einfach toll seinen vielen Windungen zu folgen.




Schräg gegenüber der Abzweigung nach Rahier halten wir für einen kurzen Stopp und schauen uns den kleinen Fluss von der dortigen Brücke aus an. Lebhaft und munter strömt er seiner baldigen Vereinigung mit der Ambleve entgegen.




Ein wenig Spannung kommt jedesmal auf, wenn wir bei La Gleize den Hang hinauffahren und gleich darauf der mächtige Königstiger-Panzer vor unseren Bikes auftaucht. Aber, da wir ihn ja schon mehrmals gesehen haben, wissen wir ja auch, dass der alte Tiger schon lange seine Zähne verloren hat.





Gleich hinter Co, mit seinem doppelten Wasserfall, geht es links den Hügel hinauf. Zunächst geht es durch ein schönes Waldstück, dann erreichen wir die Außenbereiche von Stavelot.






Der Altstadtbereich von Stavelot ist mit seinen alten Natursteinhäusern und gepflasterten Straßen eine der Perle der Ardennen. Dazu kommt noch die ehemalige Abtei aus dem 11. Jahrhundert, die in ihren Mauern ein interessantes Museum der Formel-1 beherbergt.




Die Außenfassade der imposanten Abtei, die in dunklem Rot gehalten ist, ist für mich immer wieder ein faszinierender Anblick - ich glaube, kein anderes Gebäude habe ich so oft und so lange angesehen, wie dieses.




Da heute unser Lieblings-Italiener wegen einer geschlossenen Gesellschaft geschlossen hat, sitzen wir wenig später vor der Friterie "Sebastian" und lassen es uns bei Pommes Frites und Pita gut ergehen.







Eine sehr schöne Strecke führt uns an Malmedy vorbei zum Lac Robertville. Ohne, dass wir selbst einen Tropfen Regen abbekommen haben, begeistert uns dieser wunderschöne Regenbogen imTal unter uns.




Die Staumauer des Lac Robertville ist nur einspurig zu befahren - eine Ampel steuert den Verkehr. Mir ist hier immer ein wenig mulmig - aber bisher ist ja wohl noch nichts passiert.





Über die Route de Botrange durchqueren wir das Hohe Venn und am Signal de Botrange überqueren wir mit 696 Metern die höchste Erhebung in Belgien. Mich wundert's immer ein wenig weil es hier doch so flach ist - aber wir sind ja auf einer Hochebene und höher ist Belgien nun mal nicht.






Noch ein Kaffee-Stopp in Eynatten - dann bringt uns die E40 auch schon wieder sicher und schnell nach Hause - zurück aus dem Paradies :-)







Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert


Kommentare:

  1. Mit dem Motorrad ins Paradi(e)s. Wieder mal eine gelungene Runde, HerBert. Ist Ute zufrieden mit der Honda? Ich wollte die nächstes Jahr mal Probe fahren...

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  2. Hallo Sonja, ich fahre keine Honda sondern eine BMW F800r. Und ja, ich bin mit der Kleinen zufrieden, hat mehr als 60.000 km runter und läuft wenn sie regelmäßig die Werkstatt sieht rund. Solltest dir aber wenn du ebenfalls viele Kilometer in kürzerer Zeit fährst Gedanken über ein Anschlußgarantie machen, hat sich bei mit gelohnt und erspart hohe Werkstattkosten wie letztens bei dem Kettenspanner LG UTE

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