Sonntag, 2. Juli 2017

Schottland in 8-Tagen – Noch 305.....0 Tage

Vorbereitung

Unser Weg durch Schottland

Noch war das Alpenfieber des vergangenen Jahres nicht ganz abgeklungen, da breitete sich ein - nicht ganz neuer Gedanke - in mir aus: Jetzt muss es endlich Schottland sein.

Seit einigen Jahren habe ich Berichte über Schottland-Motorradtouren gelesen, mir Videos auf YouTube angesehen und über 100 Tourdateien erstellt - da muss sich doch was machen lassen.

Erste Gespräche zeigen aber auch Bedenken – sehr weit – ziemlich teuer – unbeständiges Wetter –  Gruppengröße – schwierige Organisation.

Ich setze mich also noch einmal hin und kalkuliere die Tour unter der Zielsetzung:

Schottland in 8-Tagen für 800€ - passt doch :-)

Der Kosten- und Zeitrahmen ist vergleichbar mit unserer Alpentour 2016 - 2017 geht es mit 8 Bikes und 9 Bikerinnen und Bikern auf große Schottlandreise!

Um möglichst viel von Schottland zu sehen fahren wir eine Rundtour und zwar gegen den Uhrzeigersinn. Die Nord/West Highlands erleben wir dann - als ganz besonderes Highlight - gegen Ende der Tour.

Wir starten also von Newcastle upon Tyne aus in den Raum Edinburgh-Glendevon, von dort aus geht es in die Grampian-Mountains, über den Malt Whisky-Trail in der Speyside, über die Coast Road to Applecross in den „Wilden Westen“ Schottlands, durch das Glen Coe zum Galloway-Nationalpark und über Gretna Green zurück nach Newcastle Upon Tyne zur Fähre.

Das sind in 6-Tagen ca. 1.700 Kilometer Schottland pur und ca. 400 Kilometer in 2 Tagen für die Fahrt zur / von der Fähre in IJmuiden bei Amsterdam.

Der hohe Norden Schottlands, Ullapool und die Isle of Skye sind nicht in dieser Tour dabei – das wären 3 Tage mehr – aber der Blick auf Skye ist natürlich mit im „Programm“ dabei :-)


Die DFDS - "Princess Seaways"

Als nächstes gilt es, auch wenn es noch 10 Monate hin ist, möglichst früh die Fähre zu buchen. Je früher, umso günstiger ist der Preis.
Das läuft bei DFDS alles problemlos ab und schon bald haben alle ihr Bett in der Doppel-Innen- oder Außenkabine gebucht.
Das Frühstück buchen wir gleich mit – etwas später entschließen wir uns auch noch, das Abendessen im 7-Seas-Büfett-Restaurant mit zu buchen. Trotz des recht hohen Preises eine sehr gute Entscheidung - wie wir später sehen und auch genießen können :-)



Zur guten Vorbereitung gehört natürlich auch eine Plus-Mitgliedschaft beim ADAC oder einer ähnlichen Organisation. Und bei DFDS gibt’s dann auch noch einen Rabatt von ca. 10% auf unseren Reisepreis.



Fehlen noch die Übernachtungen in Schottland. Natürlich wollen wir gerne gemeinsam in einem Haus wohnen – nicht so leicht bei 9 Personen in 3 Doppel- und 3 Einzelzimmern.
Die Rundtour teile ich in etwa 300-Kilometer lange Teilstücke und schaue bei Booking nach, was dort so angeboten wird.
Passt natürlich nicht immer so genau. Dann wird halt ein wenig an der Tour gezogen, geschoben, verlängert und gekürzt bis es passt. Da muss man das eine oder andere Mal schon ganz froh sein, dass man überhaupt etwas gefunden hat, auch wenn der Preis oder der Anspruch vielleicht nicht so ganz den Vorstellungen entspricht ;-)
Jetzt auch schnell die Zimmer gebucht – ist zwar auch noch 9 Monate bis zur Tour – aber wir könnten im Ernstfall noch bis wenige Tage vor der Anreise von unserer Buchung zurücktreten – das beruhigt schon mal :-)



Die Zwischenzeit überbrücken wir mit Videos vom Boarding und dem fachgerechten Verzurren der Bikes.



Im Januar gibt’s für alle die Linksammlung „Gedankenreise Schottland“, zur Einstimmung auf die Highlights unserer Tour. Ende Mai folgt das „Roadbook“ mit allen wichtigen Daten & Infos und auch die 8-Tourdateien liegen für die Gefährten bereit  - gut, wenn dann jeder die Karte von Großbritannien auf dem Navi hat ;-)

Zur Tour-Vorbereitung gehört natürlich auch die Verkostung landestypischer Getränke – in diesem Fall natürlich verschiedener Sorten Whiskey.



Mit einem tollen Glenlivet starte ich meine Whisky-Tour – das war mal ein guter Tropfen :-)
Die nächste Tour gleicht dann einer Testreihe, bei der ich mich gleich durch 3 verschiedene Sorten des torfig-rauchigen Getränks "arbeiten muss". Eindeutiger Sieger: Der „Oban 14“ ist da mein absoluter Favorit ;-)




Und die Schottland-Distel ziert auch schon mein Topcase!

Für unsere Whisky-Tour bei The Glenlivet übernimmt ThomasK die Reservierung und auch bei den Inn’s und Pub's an unseren Zielorten meldet er uns zum Dinner an - macht er richtig gut in Englisch!
TripAdvisor ist da übrigens eine gute Hilfe bei der Auswahl der Lokale.

Jetzt gilt es noch die letzten Vorbereitungen zu treffen, die Bikes zu checken und am 18. Juni 2017 auf den Punkt topfit zu sein.

Im Gegensatz zu einer gewissen Bikerin, die am Vortag der Tour noch auf ihrem Kirschbaum rumkletterte ;-) - habe ich schon seit Tagen nichts riskantes mehr gemacht :-)

Meine „X“ ist auch in Top-Form. Da wird nur noch der Ölstand kontrolliert und der „Cobrra Nemo 2-Kettenöler" nachgefüllt.
Die Kette habe ich ja auch schon erneuert – sie war nach 24.000 Kilometern  einfach nicht mehr „Schottlandtauglich“.
Besonders muss man bei dieser Reise auf den Zustand der Reifen achten. Denn, wie man hört, haben die Straßen in Schottland durchweg einen Grip wie grobes Schmirgelpapier. Die Michelin sind aber immer noch sehr gut und der Reifendruck hat sich seit der letzten Kontrolle nicht verändert.




Dann wird meine Ausrüstung noch in einigen Punkten verbessert. Bei Louis hole ich mir eine neue Proof-Regenjacke und bei Polo eine wasserdichte QBag Innentasche für mein Givi-Topcase, in das sich auch schon mal ein paar Regentropfen verirren können. Nichts ist unangenehmer als feuchte Kleidung auf solch einer Reise.

Jetzt geht’s ans Packen. Dazu habe ich mir schon vor einiger Zeit meine eigene Schottland-Packliste erstellt, die meinem Staufach, dem Tankrucksack, der Hecktasche und dem Topcase die entsprechenden Teile zuweist. Insgesamt werden es so ca. 80 Liter Stauraum sein - das sollte reichen.

Der Blog-Beitrag bei "In fremden Gefilden" über Motorrad-Klau im Urlaub schreckt mich auf. Deshalb gilt für alle - wir nehmen eine zusätzliche Diebstahlsicherung in Form eines Bremsscheibenschlosses oder einer Kette mit.




Im Staufach befindet sich meine „Stand-Tourenausrüstung“, im Tankrucksack sind die Tour-Infos und alles, wo ich schnell mal dran muss, in der Hecktasche ist die Regenkleidung und in der Innentasche des Topcase sind meine Kleidung und die Kosmetikartikel. Die Tasche kommt mit in die Kabine der Fähre und in die Unterkünfte - einfach rausnehmen und mitnehmen - sehr praktisch.



Gut funktioniert's jetzt auch, wenn ich etwas aus dem Staufach der "X" brauche - zwei Gurt-Clips lösen und den Rucksack nach hinten schwenken - dann kann ich den Deckel öffnen.


Auch beim Tanken geht‘s sehr fix – ich löse an einer Schnalle den hinteren Gurt der Hecktasche, klappe sie nach vorne und kann dann den Rücksitz öffnen und die „X“ betanken. Das geht schneller als bei so manchem Tankrucksack.

Ausweise, Geld, Reiseunterlagen und das Handy sind wasserdicht in meiner Jacke verstaut, die Schlüssel sind am Halsband und der Reserveschlüssel ist in der Hosentasche.
Alle Akkus sind geladen – darunter auch eine neue Powerbank zum Nachladen im Tankrucksack.



Links am Spiegelhalter und am Windschild klebt je ein gelb/grünes Flatterbändchen – die sollen mich an den Linksverkehr erinnern. Ob das so klappt – wir werden‘s ja sehen :-|



Alles fertig - die "X" steht bereit. Ich hoffe mal, dass ich nichts vergessen oder übersehen habe. Morgen geht’s dann endlich los mit unserer tollen Reise durch die schottischen Highlands :-)


Kommentare:

  1. Viel Spaß dabei, HerBert. Bring viele Bilder mit.

    PS, wenn Du noch ein tolles Quer durch die USA Buch suchen solltest... Dieses hat ein Freund von mir veröffentlicht: http://www.garysfrance.com/france-in-america/

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    1. Danke Sonja - Bilder von Schottland sind ja Pflichtprogramm ;-)

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