Sonntag, 27. März 2016

"Mergelland"

19.03.2016 - De Pannekoek

Vor Millionen von Jahren…..
…..lag Europa weiter südlich und war von einem Meer bedeckt, in dem Billionen von Schalentieren lebten. Die Schalentiere starben, sanken zu Boden und zusammen mit dem vorhandenen Sand wurde ein weiß-gelber Sandstein geformt, der Mergelstein.



Dieser Stein hat dem Mergelland sein Aussehen gegeben.

Eine der ersten touristischen Routen, die ich mit dem Motorrad unter die Räder nahm, war die „Mergelland Route“ in Südlimburg-NL. Sie erstreckt sich zwischen Maastricht und Vaals auf einer Länge von ca. 110 Kilometern und ist mit vielen landschaftlichen, architektonischen und kulinarischen Highlights gespickt.



11:30 McD Hückelhoven - 7°C - wolkig - trocken - windstill



Unsere heutige Rundtour, die erste gemeinsame Tour der Saison 2016,  beträgt ca. 180 km.



Sie führt uns durch das Mergelland und weitere landschaftlich intressante Gegenden Süd-Limburgs.


Ein Gefühl wie auf der Alm - "De Smidse" in Epen
Überhaupt sind Motorradtouren in Südlimburg zu jeder Jahreszeit reizvoll. Die Region zwischen Aachen und Mastricht ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der angrenzenden 3-Länder D-NL-B. Einen Besonderen Reiz übt die Gegend rund um "Epen" auf Wanderer, Mountain-Biker, Oldtimer-Fahrer und Moto-Biker aus.



Zum Teil folgen wir auf unserer Tour den braunen, sechseckigen Schildern der Mergellandroute.



Aber auch unbekannte Sträßchen führen uns heute durch abgelegene Dörfer und bemerkenswerte Landschaften.



Die idyllischen Landschaften ringsum sind voll von herrlichen Naturpanoramen, typischen Mergelsteindörfern und beeindruckenden Schlossbauten.



Über den Ortschaften und Bauernhöfen, in ihrer ursprünglichen Umgebung, liegt ein Hauch von Romantik.



Obwohl TT uns das eine oder andere Mal gerne zurückschicken möchte – bleiben wir eisern auf unserer Route. Via Street View hatte ich diese Punkte als – für Zweiräder - passierbar gesehen.



Schon bald überqueren wir die Maas auf der J.F. Kennedybrug, wobei wir nach rechts einen interessanten Blick auf Maastricht haben.
„Maastricht“ ist vielfältig, ist beeindruckend, ist einfach anders. Die Stadt an der Maas bietet jede Menge Außergewöhnliches.



Heute gilt es wieder einmal den tollsten Ausblick auf diese außergewöhnliche Stadt zu genießen – vom Chalet-Bergrust auf dem Sint Pietersberg.



Seit unserem letzten Besuch hat sich an der Parksituation in der Nähe des „Fort Sint Pieter“ mächtig was verbessert.



Trotz des kühlen und verhangenen Wetters sind die neuen und reichlich vorhandenen Parkplätze fast alle belegt.



Dass wir uns in Holland befinden erkennt man leicht auch an den zahlreichen Fahrrädern auf dem hügeligen Gelände. Gruppen meist junger Leute wandern dort vom Chalet, an dessen linker Seite sich ein Kassengebäude befindet, über den Hügel zum Eingang der Maastrichter Grotten.

Rund um Maastricht wurde aus den umstehenden Felsformationen, über mehr als 800 Jahre, jener Mergelstein gebrochen der unter Tage in der Bergfeuchte relativ gut bearbeitbar ist und an der Luft hart und fest wird.
Der Mergelstein ist der ideale Baustoff für die Bauwerke der Region und hat den umliegenden Häusern, Kirchen, Schlössern und Mauern ihr typisches und unverwechselbares Aussehen gegeben.
Die Stollen des berühmten „Sint Pietersberg“ in Maastricht sind ein wahres Touristenmagnet und die Führung durch einige der über 20.000 Gänge ist eine tolle Sache. Viele Zeichen haben die Arbeiter hier im Laufe der Jahrhunderte zurückgelassen, darunter auch große und kleine Kunstwerke. Manche der alten Stollen, Grotten und Höhlen werden heute als Keller, Vorratsraum oder zur Champignonzucht benutzt.
Von Maastricht aus kann man die Besichtigung der Grotten gleich mit einer „Schifffahrt auf der Maas“ verbinden, die „Gemeentegrott in Valkenburg“ mit der Ersteigung der alten Burg.



Das „Chalet Bergrust“ ist ein Bistro mit typisch Niederländischem Charme. Holz und Messing sind die bevorzugten Materialien, die dem Restaurant-Café seine romantische Atmosphäre verleihen.


Tourfoto 2012
Wieder einmal ist hier alles besetzt. Mit etwas Glück bekommen wir aber noch genügend Sitzplätze im seitlichen Windfang. Der ist zwar nicht beheizt aber doch so angenehm, dass wir, bei Kaffee oder einer leckeren Gemüsesuppe, die tolle Aussicht auf Maastricht genießen können.



Rechts von uns liegt bei der Weiterfahrt „Chateau Neercanne“. Hier wurde 1992 der Mastricht-Vertrag über die Europäische Union unterzeichnet.



Unvermittelt befinden wir uns am „Albert-Kanal“ in Belgien. Der Belgische Schifffahrtskanal wurde von 1930-1939 angelegt, um von der Lütticher Schwerindustrie aus einen eigenen Zugang zum Meer bei Antwerpen zu haben.



Unter großen Mühen wurde der Kanal bei Kanne durch die Hügel aus Mergelgestein gesprengt.


Tourfoto 2012
Hinter Kanne liegt auch das gewaltige unterirdische „Fort Ebel-Emael“, das im 2.Weltkrieg eine bemerkenswerte Rolle spielte. „Ein Besuch der Festungsanlage“, ihre Geschichte und die ihrer Besatzung, hatte mich vor einigen Jahren doch sehr beeindruckt.



Weiter geht es nach Visé, wo wir wieder den Albert-Kanal und die Maas überqueren.



Bei Mesch geht es, ohne dass wir es so recht bemerken, wieder hinüber in die Niederlande.



Wir folgen der tollen Strecke Mesch, Sint Geertruid, Noorbeek, und Sleenacken, bis wir die Eperheide  erreichen.



Hier liegt auch unser zweites Ziel, das Pannekoekenhuisje „De Pannekoek“ in Epen.



Schon gefühlte 100x dran vorbei gefahren – heute hat es nun endlich geklappt.



Eingebettet in die beeindruckende Epener Landschaft mit wunderschönen Ausblicken birgt das kleine Häuschen ein gemütliches Restaurant mit einer reichlich ausgestatteten Speisekarte von Pannekoeken in vielen Variationen.



Ob Apfel- Kirschen- Italienisch- Mexikanisch oder Bauern- Pfannkuchen, die Entscheidung fällt schon schwer. Da muss man halt öfter mal wiederkommen ;-)



Anschließend geht es durch das hügelige Naherholungsgebiet Epener Bahn.



Auf diesem Teil unserer Route treffen wir überall Radtouristen und Wanderfreunde, die genau wie wir die begehrten Terrassenplätze anpeilen.


Klein aber gemütlich - "De Boswachter" in Slenaken
In den pittoresken Dörfern findet man so manches urgemütliche Lokal mit viel Flair und Seltenheitswert.


lekker eten - "Bie de Tantes" in Eys
Vaals, Wittem, Eys, Simpelveld, Kerkrade – und schon sind wir übergangslos in Herzogenrath in Deutschland.


Tolles Bikerwetter am 31.12.2015
Einen letzten Stopp gibt es noch im „Landcafé Haus Immendorf“ bei Geilenkirchen.



Hier beeindruckt die gut ausgestattete Bäckerei, einer Kaffee-Rösterei und die freundliche Bedienung im geschmackvoll eingerichteten Café. Bei schönem Wetter sitzt man angenehm auf der Außenterrasse am Hofteich. Auch hier werden wir sicher noch öfter einkehren um die eine oder die andere Ausfahrt gebührend zu beenden :-)

So nach und nach löst sich unser Team wieder einmal fliegend auf. Christine und Günter haben noch einen Enkel-Job zu erledigen, Ute hat noch einen weiten Weg vor sich, den sie per AB abkürzen möchte, Rainer wählt den direkten Weg zur Sportschau, ThomasK ist plötzlich verschwunden und Thomas & Birgit und Helmut verabschieden mich dann noch in Baal.



Nach 180-240 Kilometern, je nach Wohnort, sind wir wieder wohlbehalten zu Hause. Trotz kühlen und verhangenen 7°C hatten wir einen trockenen und erlebnisreichen gemeinsamen Start in die Saison 2016, den wohl niemand von uns missen möchte.

Danke an meine Gefährten für die wieder fröhliche und angenehme Begleitung :-)
Und danke Birgit, dass du, trotz kalter Temperaturen, unsere Tour wieder in schönen Bildern festgehalten hat.

Den Link zur Tour-Datei findest du HIER

Viel Spaß & tolle Touren
wünscht
HerBert ;-)


Mittwoch, 9. März 2016

"Kurviger - Ein tolles Tool zu deiner nächsten Motorrad-Tour"



Bei der Routenplanung geht es Von A Nach B

Und zur individuellen Gestaltung fügst du mit einem + deine Wunsch-Zwischenziele ein.

Als Routen-Optionen wählst du zwischen:

Schnellste Route - Nimmt auch gerne schon mal die Autobahn

Kurvig - Vermeide Schnellstraßen. Bevorzuge kurvige Strecken und Höhenmeter

Extra kurvig! - Vermeide Schnellstraßen. Bevorzuge kurvige Strecken und Höhenmeter

Mit GPX-Export lädst du die geplante Tour auf deinen Rechner.


Und noch etwas ganz tolles!!!


Bei der Planung von Rundtouren geht es so richtig rund ;-)

Du gibst einen Startort ein, dazu eine Wunschlänge und lässt eine Tour generieren.

Gefällt dir die Tour, lädst du sie auf deinen Rechner. Ansonsten generierst du so lange weiter, bis dir ein Tour-Vorschlag gefällt.

Ich bin sicher, schnell findest du deine Tour des Tages ;-)


Zu deiner ersten Tour mit "Kurviger geht's hier"


Viel Spaß & tolle Touren
wünscht
Herbert :-)


Sonntag, 6. März 2016

„Eine Himmelsstiege mit toller Aussicht“


Halde Carl-Alexander-Park in Baesweiler

Fernsehen kann zu ganz schön schweißtreibenden Ausflügen animieren ;-)

Zurzeit ist im Vorspann der Lokalzeit Aachen die imposante Aussichts-Plattform der Halde Carl-Alexander-Park in Baesweiler zu sehen. Grund genug, sich diese Anlage einmal aus der Nähe anzusehen – ist ja auch nicht so weit.
Eine kurze Planung, wo es lang gehen soll und wo ein geeigneter Platz für meine „X“ zu finden ist, und schon geht es los.
Es geht durch weites, flaches Ackerland und durch kleine Ortschaften mit lustigen Namen wie Würm, Prummern, Floverich und Loverich.
Dann bin ich auch schon in Baesweiler am Kreisverkehr mit dem Löwen und wenig später steht die „X“ auch schon an der Halde am Carl-Alexander-Platz.


Feuerrot und ganz schön schräg ragt das Berg-Foyer als architektonischer Blickfang des „Carl-Alexander-Parks“ in die Höhe.
Von hier aus erwartet mich der Einstieg zu einer interessanten Klettertour auf die Halde der ehemaligen Zeche Carl-Alexander, die 1975 geschlossen wurde. Der Park wurde zur Euregionale 2008 angelegt und macht auf mich einen durchdachten und gepflegten Eindruck.




Nachdem ich zuerst das Bergfoyer erklommen habe geht es zunächst schräg über einen Schwebesteg in 10 Metern Höhe und erst dann folgen 270 Stufen den Berg hinauf.




Aber nicht nur so einfach und einfallslos aneinandergereihte Stufen, sondern zickzack in abwechselnden Richtungen, unterbrochen von Podesten und Sitzplätzen auf denen man eine Pause einlegen kann um die Umgebung und die Natur rundum zu betrachten.




Einer der Plätze ist schon von einem jungen Pärchen belegt – eine gute Investition in die Zukunft, meine ich ;-)




Weiter steil hinauf - schon ein wenig schweißtreibend in meiner Motorradkluft! Zum Glück habe ich wenigstens den Helm bei der "X" gelassen.




Oben angekommen führt mich ein schnurgerader Weg über den Kamm der Halde, an deren Seiten, rechts und links, der Berg schräg abfällt.




Hier oben ist die Natur schön kräftig dabei, sich ihr „Revier“ im schwarzen Gestein zurückzuerobern.




Gräser, Farne, Blumen, Sträucher und kleine Bäume bieten reichlich Lebensraum für allerlei kriechende, summende und flatternde Lebewesen.




Als Höhepunkt des Aufstiegs erreiche ich das Bergplateau auf 80 Höhenmetern und ein toller Fernblick tut sich auf.




Eine beeindruckende stählerne Konstruktion ist dort oben im Berg verankert, mit eindeutigen Bezügen zum ehemaligen Bergbau an diesem Ort.




Die erneuerbaren Energien, wie die Windkrafträder am Horizont, haben die fossilen Energien dieser Region inzwischen weitestgehend verdrängt.




 Weit geht der Blick von der halbrunden roten Kanzel in die Region hinein. In der Ferne zeichnet sich die Eifel am Horizont ab.




Auch andere Halden ehemaliger Zechen des Kohlereviers, bis nach Süd-Limburg hinein, prägen das eindrucksvolle Panorama.




Auf Edelstahltafeln ist eingraviert, welche Städte und Orte in den verschiedenen Himmelsrichtungen zu erahnen sind.




An einer extra dafür gedachten Tafel haben Verliebte sich ihre innige Verbundenheit mit einem der vielen bunten Schlösser gesichert. Man sollte meinen, wer dazu bis hier oben klettert, der meint es auch ernst ;-)




Für den Weg zurück wähle ich den Bergpfad, der mich über gut einen Kilometer, in sanften Kurven, um den Berg herum zum Ausgangspunkt zurückführt.
Im „Bistro“ des Bergfoyers hätte ich gerne noch einen Kaffee getrunken, aber heute war dort leider geschlossen. Also geht es zurück zu meiner „X“ und dann nach Hause auf einen Kaffee – ist ja nicht so weit :-)
Ein Ausflug von ca. 50 km, der sich zu 100% gelohnt hat.





Viel Spaß & tolle Touren
wünscht
HerBert ;-)