Sonntag, 31. Januar 2016

Die „X“ und der „Universal Motorradheber“


Letztens habe ich ein feines Geschenk bekommen, einen „Universal Motorradheber“, damit ich zur Kettenpflege nicht immer auf dem Garagenboden rumkriechen muss  - man wird ja auch nicht jünger ;-)

Da die "X" serienmäßig keinen Hauptständer hat, und ich auch keinen nachträglich anbauen möchte, ist das Reinigen und Einsprühen der Kette doch immer etwas umständlich.

Zeitungspapier auslegen, runter auf die Knie und die Kette soweit einsprühen wie es geht. Dann das Bike ein Stück zurückschieben, das Zeitungspapier nachziehen und das nächste Teilstück einsprühen. Hat man kein weißes Kettenspray in der Dose, fängt auch schon die Raterei an, bis wo denn schon eingesprüht ist? Man glaubt ja gar nicht, wie lang so eine Kette sein kann, bis das erste Glied wieder erscheint. Da habe ich die Maschine dann schon 5-6 mal ein Stückchen zurückgeschoben.

Man kann sich ja vorstellen, dass das Ganze beim Reinigen der Kette noch nerviger ist.

Nun hängt aber der tolle Heber an meiner Garagenwand und ist einsatzbereit.

Laut Anleitung sollte man den Hinterrad-Heber nur mit einer zusätzlichen Person als Hilfe verwenden.

Für mich klappt es aber auch ganz einfach so:


Ein Holzbrettchen kommt unter den Seitenständer, so dass die "X" noch leicht zum Seitenständer geneigt steht.


Dann schiebe ich den Heber unter die Schwinge und bringe mein Bike durch vorsichtiges Herunterdrücken des Hebers zunächst in die Senkrechte und dann in die Hebeposition. Dabei zieht sich die "X" ein wenig nach hinten.

Jetzt können alle Arbeiten an der Kette und am Hinterrad problemlos erledigt werden.


Auf der Kettenseite dürfen die gummierten Hebewinkel nicht über die Schwingen-Innenseite hinausstehen, sonst stoßen beim Drehen des Hinterrades die Schrauben/Muttern des Kettenrades an die Hebewinkel an.


Nicht vergessen etwas unterzulegen, bevor es mit dem Sprühen los geht.

Zum Schluss senke ich das Bike vorsichtig soweit ab, bis es mit dem Seitenständer wieder auf dem Holzbrettchen steht und ziehe dann den Heber nach hinten weg.
Noch das Brettchen unter dem Seitenständer entfernt - und die "X" rollt wieder auf ihren Platz zurück. Dort breitet sich dann einen angenehmer Geruch nach frischem Kettenspray aus - den mag ich ;-)

Eine tolle Sache, der Universal Motorradheber - und so einfach zu handhaben.

Nochmals vielen Dank dafür :-)


Viel Spaß & tolle Touren
wünscht
HerBert :-)



Sonntag, 24. Januar 2016

Der neue "Polo-Katalog" ist da

Januar 2016


Ein schöner Tag, -1°C mit strahlendem Sonnenschein.

Und da habe ich ja auch noch die Infokarte von Polo, dass der neue Katalog zur Abholung bereit liegt.

Ein eindeutiger Grund, die "X" und mich startklar zu machen.

Eine gute halbe Stunde ist es bis zu Polo in Jüchen - kein Problem bei meiner verbesserten Winter-Ausrüstung.

15:00 auf dem Polo-Parkplatz steht nur ein einziges Bike, meine "X". Die übrigen Kunden sind mit der Dose gekommen.

Ein Rundgang durch den Lagerverkauf ist immer wieder spannend - Schnäppchen gibt es dort ja immer zu ergattern.

Unter Anderem hängen dort Jacken aus dem aktuellen Angebot, die wegen kleiner Fehler um 50% reduziert sind.

Während der Rückfahrt versinkt die Sonne dann sehr schnell hinter dem Horizont - nun zeigt es sich, dass -1°C, mit oder ohne Sonnenschein, schon einen gehörigen Unterschied machen.

Am Ende bin ich doch froh wieder zu Hause zu sein um schön gemütlich im neuen Polo-Katalog zu blättern ;-)



Viel Spaß & tolle Touren wünscht
HerBert ;-)


Samstag, 16. Januar 2016

"Gibt es die Saarschleife überhaupt? ... "


… Das ist die Frage, die die Bloggerin Minya, in ihrem Motorrad-Blog „Moto Minya“nach einer längeren Wanderstrecke zur Saarschleife stellt ;-)

Natürlich bewegt auch mich diese Frage – denn die Saarschleife gehört auch zu unseren Wunschzielen. Deshalb bin ich schon sehr erleichtert, als Minya dann doch noch ihr Ziel erreicht und vor einer „Mörder Leinwand“ steht :-)


Juli 2015


Kein „leichtes“ Unternehmen, die Saarschleife von uns aus innerhalb einer „gemütlichen“ Motorradtour zu erreichen. Denn es werden am Ende gute 500 Kilometer mehr auf unseren Tachos sein – mit tollen Landschaften, schönen Aussichtspunkten, kleinen Landstraßen und einigen kurzen Autobahnstrecken.


09:30 geht es, an der Autobahnraststätte Bedburger Land an der A61, los  bis zum frühen Nachmittag wollen wir den Aussichtspunkt Cloef an der Saarschleife erreichen.


Mit ihrer blauen BMW F 700 GS ist Heike die "Neue" in unserem Team. Schweren Herzens hat sie sich von ihrem chromblitzenden Chopper getrennt, um ab heute bei uns einzusteigen. Toll gemacht Heike – willkommen im Team!!!


Unseren Start haben wir wetterbedingt schon  vom Samstag auf den Sonntag verschoben. Ob sich das Wetter den ganzen Tag halten wird ist auch heute leider ungewiss. Aber niemand von uns möchte sich, vom angesagten Regen am späten Nachmittag, von unserer Reise abhalten lassen.

Leider staut sich der Verkehr bei Erftstadt zum Stopp & Go auf. Vorsichtig fahren wir im zäh fließenden Verkehr – wobei der überwiegende Teil der PKW Fahrer eine Gasse für uns aufmacht. Das hat sich in den letzten Jahren, meinen Erfahrungen nach, wirklich gebessert. Ist doch eine schöne Geste, den Zweiradfahrern einen kleinen Vorteil zu gönnen ;-) Nur ganz wenigen merkt man an, dass sie uns eigentlich nicht vorbeilassen möchten.
An der Spitze des Staus ist dann wieder einmal nicht festzustellen, weshalb man 5 Kilometer Schritttempo fahren musste – da war einfach nichts.


Bei Rheinbach verlassen wir die A61 und steuern, wie geplant, die nächste Tankstelle an. Von hier aus werden unsere Tankfüllungen bis zum preiswerten LUX-Sprit am späten Nachmittag reichen.

Durch tolle Landschaften fahren wir durchs Ahrgebirge immer weiter in die Eifel hinein bis Daun,
wo wir zu unserem ersten Pausenstopp einkehren.


Auf Google Maps fiel die Wahl auf die „Bäckerei Schillinger“ in Daun – eine gute Wahl – nicht nur wegen des schönen Rot.


Wir sitzen auf der Terrasse unter den Sonnenschirmen,trinken Kaffee und essen Kuchen oder leckere Teilchen oder sogar ein deftiges Frühstück mit Spiegeleiern.

Dabei hat man dann auch noch einen tollen Blick auf die Burg oberhalb von Daun.


Die zweite Etappe bringt uns über ein Stück der A1 an die Mosel bei Trier.

Über schöne Landstraßen und kleine Ortschaften erreichen wir einige Zeit später die Saar bei Wiltingen.

Willkommen im Saarland.


An Saarburg vorbei fahren wir das tief eingegrabene Tal der Saar aufwärts bis Mettlach, den südlichsten Punkt unserer Reise.

Weltbekannter Hersteller von Keramikwaren – Villeroy & Boch


Hier in Mettlach, der Stadt des bekannten Keramik-Herstellers "Villeroy & Boch",  haben wir uns mit Matthias & Ulrike verabredet.
Mit ihnen zusammen sind wir in den vergangenen Jahren viele tolle gemeinsame Touren gefahren.
Im vergangenen Jahr haben die Beiden ihren Wohnsitz weiter südlich verlegt  heute ist seitdem die erste Gelegenheit, uns auf etwa der halben Strecke zu treffen.

Nachdem wir uns ausgiebig begrüßt haben fahren wir gemeinsam nach Orscholz zum Aussichtspunkt Cloef.



TomTom weist mir zielstrebig den Weg zum Parkplatz, von dem aus wir unseren Fußweg zum Aussichtspunkt starten wollen.
Bei unserer Ankunft stellen wir fest, dass der Parkplatz heute zur Teamzone des „Saarschleifen Bike Marathon“ erklärt und mit Barken abgesperrt wurde.


Als wir da noch vor der Sperre stehen fahren 2 Pressefahrzeuge an uns vorbei, für die die Sperren sofort zur Seite geräumt werden. Schnell schließen wir uns an und flutschen noch so mit durch – hinter uns schließt sich wieder die Schranke :-)

Ein schönes Gewusel ist das hier mitten zwischen den Teams mit ihre eigenen Ständen, Zelten und Teamfahrzeugen. Am Cloef-Atrium geht es erst einmal durch die dicht gedrängten Zuschauer und Mountainbiker hindurch auf den Weg zum Aussichtspunkt. Mehrmals überqueren wir dabei die Rennstrecke der Biker – Vorsicht ist geboten ;-)


Und dann, endlich, stehen wir am Aussichtspunkt und blicken auf die Saarschleife – „Mörder Leinwand“ ;-)

Die "Saarschleife" ist ein einzigartiges Naturerlebnis das durch die beständige Kraft des Wassers geschaffen wurde.
Den schönsten Blick auf die 180° Windung des gemächlich dahinfließenden Flusses hat man hier, vom "Aussichtspunkt Cloef" in Orscholz.
Über Jahrmillionen hinweg hat sich die Saar ihren Weg ins Gestein gegraben.

Schön ist es, 180 Meter über dem Fluss zu stehen und den Blick über das wohl bekannteste Naturerlebnis und Wahrzeichen des Saarlandes schweifen zu lassen.

Und natürlich hat hier auch schon so manch anderer Besucher gestanden und vor uns den Ausblick auf den doppelten Fluss genossen :-)

Zurück am Atrium nutzen wir erst einmal das große Angebot an Grill- und Getränkeständen um uns für die Weiterfahrt zu stärken. Am Parkplatz müssen wir uns dann leider schon wieder von Matthias & Ulrike verabschieden, die nun in die entgegengesetzte Richtung heimwärts fahren.
Schön war‘s, die Beiden hier zu treffen und zu hören, wie es ihnen in der Zwischenzeit so ergangen ist :-)



Saarburg, mit seiner schönen Altstadt ist unser nächstes Ziel.
Auch hier führt uns der von mir „manipulierte“ TT Reiseführer zu einem netten Parkplatz, von dem aus wir unsere Altstadtbesichtigung starten können.

"Saarburg", inmitten von Wäldern und Weinbergen gelegen, wurde im Jahre 964 mit dem Bau der Burg hoch über der Saar gegründet.
Wie wir sofort sehen, ist die romantische mittelalterliche Stadt ein wahrer Touristenmagnet – wie bei uns etwa Bad Münstereifel.

Natürlich läd uns der historischer Stadtkern sofort zu einer Entdeckungstouren durch die steilen und verwinkelten Gassen ein.


Sightseeing, Shopping, Andenken, Kaffee & Kuchen, Eis  alles, was ein Tourist so begehrt :-)


Die besondere Attraktion des Städtchens  Der Leukbach und der 20m hohe Wasserfall mitten in der Stadt.

Zwischen Fachwerkhäusern und Barockbauten stürzt hier das Wasser wildschäumend und lautstark zu Tal.


In früheren Zeiten wurden hier die Mühlräder der ehemaligen Hackenberger Mühle antreibt.


Entlang des Wassers reiht sich heute eine Restauration an die andere, die an schönen Tagen wohl auch ziemlich gut besetzt sind.


Bei der Planung zur Tour bekam ich von Bernd, einem guten (alten) Bekannten den Tipp: „Wenn ihr schon in der Nähe von Trier seid, dann fahrt doch mal zur „Mariensäule“ hoch, die kenne ich noch aus meiner Bundeswehr-Zeit. Da habt ihr einen tollen Panoramablick auf Trier.

Schon von weitem sehen wir auf der linken Seite der Mosel, auf dem höchsten Punkt der Sandsteinfelsen, die Mariensäule hoch über der Stadt Trier.

Mit Spendengeldern der Trierer Bürger wurde 1866 der Bau des 40 Meter hohen Pfeilers, auf dem die gekrönte Marienstatue steht, ermöglicht.

Die Auffahrt auf den Felsen ist nicht so überschwänglich ausgeschildert und nicht so leicht zu finden. Aber irgendjemand muss wohl meinem TT einen Tipp gegeben haben ;-)


Da, wo ein steiler Wanderweg auf der linken Seite den Wald hinaufführt, leinen wir unsere Rösser am Seitenrand an und, wer noch fit genug ist, kraxselt die Naturstufen hinauf zum Aussichtspunkt.



Und … wow! … vom Vorplatz der Mariensäule erleben wir einen fantastischen Blick auf die alte Römerstadt und das weite Moseltal.


Bei Total Echternach bekommen unsere mechanischen Gefährten das versprochene Futter – Bei LUX-Preise hat man fast schon das Gefühl, zum halben Preis unterwegs zu sein ;-)

Nun hilft nichts mehr, die Regenfront hat uns erreicht und die Schutzkleidung muss her.
Über Bittburg und Prüm geht es nach Belgien und dann zu einem letzten Stopp beim McD Monschau / Imgenbroich.



Ein Abschiedsgruß, dann trennen sich unsere Wege in Hückelhoven-Baal.

548 Kilometer zeigt das Display meiner „X“, als wir um 21:30 wieder zu Hause eintreffen.


Vielen Dank für:

Den tollen Tag mit viel Spaß und schönen Aussichten an meine Gefährten Thomas & Birgit, Ute, Georg, Helmut, Heike, Rainer und ThomasK

Die tolle Idee von Matthias & Ulrike, dass wir noch einmal eine gemeinsame Tour, wenn auch mit getrennter Anfahrt, gefahren sind

Moto Minyas Reisebericht, der mich eindeutig zu dieser Tour inspiriert hat

Bernds Tipp, dass der Blick von der Mariensäule auf Trier jede Mühe lohnt

Birgits schöne Bilder, die auch ein Beweis für die Existenz der Saarschleife sind. Heutzutage kann man ja alles möglich mit PhotoShop machen :-)


Den Download zur Tour findest du HIER

Viel Spaß & tolle Touren
wünscht
Herbert ;-)