Samstag, 31. Oktober 2015

Indian Summer 2015

Für unsere "Bruchstrichfahrer"

Eine "farbenfrohe" Tour durch's Dreiländereck D/NL/B und durch die Rur-Eifel


Von Vaals über Epen und Slenaken

















Fortsetzung folgt ;-)


Sonntag, 25. Oktober 2015

"Champagnerland" - Mal sehen, wo der Champagner wächst III

Juni 2015 - Tag 2 - Nach "Troyes" und entlang des "Canal de Bourgogne"


Troyes - Tolle Fachwerkhäuser aus dem 4. Jahrhundert

Langsam steigt die Sonne über die mit Weizen bedeckten Hügel hinauf.
Beim Öffnen des Fensters fließen ihre Strahlen ins Zimmer hinein und füllen es mit warmem Licht.


Noch ist alles ruhig und friedlich auf der Farm - nur so nach und nach erwacht das Leben auf „Les Furets“


Ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass Günter schon bei seinem Bike in der Scheune ist
und seine GS  für unsere heutige Ausfahrt fertig macht.
Nach dem Frühstück geht es dann nach Troyes mit seiner bemerkenswerten Altstadt
aus bunten Fachwerkhäusern und danach suchen wir den Verlauf des „Canal de Bourgogne“,
um an dessen Ufern das Land Burgund zu erkunden.


Auch das Frühstück ist bei Madame Périn ein wahrer Genuss

Kaffee & Tee, frisches Brot aus dem eigenen Backofen, kleine leckere Törtchen, Quark aus eigener Herstellung, Käse aus der Region, eine Vielzahl an selbstgekochter Marmelade und und und

Die ungewöhnlichste unter den leckeren Marmeladen ist die aus grünen Tomaten.
Zuerst ungläubiges Staunen, dann verzückte Gesichter – einfach ein Genuss :-)


Eingebettet in eine Landschaft aus weiten Wiesen, Weinbergen und Wäldern.
So sind wir auch schnell begeistert vom Flair der Altstadt von "Troyes"


Diese Stadt hüllt uns regelrecht ein mit ihren historischen Gebäuden und der mittelalterlichen Atmosphäre


Die Sehenswürdigkeiten, die bei unserem kleinen Stadtbummel ;-) auf uns einwirken, 
werden bei uns ganz sicher nicht in Vergessenheit geraten


Die reizvollen, verwinkelten Gassen


Die gemütlichen Restaurants 


Und die Edelboutiquen in den schön restaurierten Fachwerkhäusern


Eine tolle, lebhafte Stadt mit dem Grundriss eines Champagnerkorkens


Die mittelalterliche Stadt besteht bereits seit dem 4. Jahrhundert.
Damals entstanden all die herrlichen Fachwerkhäuser.


Typisch für diese sind die Vorsprünge, die besonderen Farben  und die spitzen Giebel


Im 16. Jahrhundert brannte allerdings ein großer Teil der Gebäude nieder.
Nach einem langen Neuaufbau kann man sie nun wieder in ihrer vollen Pracht bestaunen.


Wieder habe ich uns über Street View einen Parkplatz „gebucht“


Wir stellen unsere Bikes direkt auf die Place Maréchal Foch, 
mit dem Blick zur historischen Häuserfront der Rue Emile Zola


Von hier wollte ich gerne ein Bild mit meiner „X“ haben – Kein Problem, Birgit schießt mit gleich mehrere :-)


Gleich geht's weiter


Und zwar - da lang, wenn die Anderen Rot haben


Genaaau sooo ;-)


Birgit in Foto-Aktion


Und hier Birgits Foto - eines ihrer vielen tollen Bilder unserer Touren


Und das ist doch tatsächlich die "Seine"


Genau die, die einige Zeit später durch Paris fließt :-)


Wir haben ja schon unsere Unterkunft ;-)


Es geht südwärts


Über sanfte Hügel und durch grüne Täler, 
durch romantische Dörfer und vorbei an einsamen Bauernhöfen


Die Landschaft ist geprägt durch große landwirtschaftliche Anbaugebiete


und aus Naturstein gebauten Häusern


Dabei liegen die Dörfer und kleinen Städte meist recht weit auseinander



Molesme liegt in der Nordwestecke des Départements Côte d’Or


Als wir langsam durch den für die Region typischen Ort fahren 
entdecken wir vor uns ein Bistro und legen spontan eine Kaffeepause ein


Unsere Bikes stellen wir vor den alten Steinhäusern auf der gegenüber liegenden Seite ab


Gemütlich sitzen wir vor dem Bistro auf der Straße und warten auf unseren Kaffee


Als kurz darauf eine Gruppe Radrennfahrer durch den Ort fährt ist es fast das Gefühl,
als würde hier die Tour de France an uns vorbeidüsen.
Unser „allez, allez“ klingt zwar noch ein wenig zaghaft, aber Spaß macht es schon :-)


Zeit um Entspannen :-)


"Burgund" wird durch große Waldgebiete, saubere Flüsse und natürlich durch  - seinen Wein geprägt


Schöne Landschaften und eindrucksvolle Architektur begegnen uns hier in Zentral-Frankreich


Fast in jedem Ort ein Dorfteich


Einsame Dörfer


In weiten Schwüngen durch die leicht hüglige Landschaft


Tatsächlich begegnet uns hier kaum jemand


Nur wir "stören" die dörfliche Ruhe ;-)


Es scheint, als gehe hier alles etwas gemütlicher zu


"Fontenay Abbaye"


Die "Abtei Fontenay" ist ein im Jahre 1118 von Bernhard von Clairvaux 
gegründetes Zisterzienserkloster in Burgund


Seit 1981 gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe


Natürlich wussten auch schon die Mönche im Mittelalter wo die schönsten Plätze sind 
und wie es sich dort am vorzüglichsten leben lässt


Mit dem Standort für die Abbey Fontenay haben sie eine hervorragende Wahl getroffen


Einige Kilometer entfernt von Montbard errichteten sie, in einem ursprünglichen Bachtal, 
ihr Kloster mitten in der Wildnis


Hier fanden sie genügend Holz als Baumaterial und der Bach, aufgestaut zu mehreren Teichen, 
versorgte die Küchen der Zisterzienser ausreichend mit frischem Fisch


Ein herrlicher Anblick, sich durch das einsame Tal den Gebäuden der Abbey zu nähert


Beeindruckend, wie hier die Gebäude mit der Natur harmonieren


















Über Allem eine herrliche Ruhe – Ein Anblick, der uns in vergangene Jahrhunderte zurück versetzt


Ein schöner Weg führt uns durch das Tal der „Ruisseau de Fontenay“ nach "Montbard",
wo wir den Canal de Bourgogne und gleichzeitig den südlichsten Punkt unserer Rundfahrt erreichen


Eindrucksvoll liegt der Ort mit seinen alten Steingebäuden vor uns.
Wegen eines Stadtfestes ist es leider nicht möglich,
wie geplant über die alte Steinbrücke in den Ort hinein zu fahren


Aber Birgit schafft es noch geistesgegenwärtig einen Schnappschuss der schönen Brücke zu schießen


1768 baute "Georges-Luis Leclerc, Comte de Buffon" hier eine Fabrik
um aus Eisenerz hochwertiges Eisen herzustellen.
Wenn er nicht in seiner Fabrik war schrieb er im großen Turm, hoch über Montbard,
an seinen naturwissenschaftlichen Werken.



Der "Canal deBourgogne" ist ein Schifffahrtskanal, der fast ausschließlich in der französischen Region Bourgogne (Burgund) verläuft.
Mit seiner Länge von 243 Kilometern verbindet er die Yonne mit der Saône und damit, über weitere anschließende Flüsse und Kanäle, den Atlantik mit dem Mittelmeer.
Der Canal de Bourgogne ist eines der Beispiele dafür, dass mit dessen Fertigstellung 1843 auch die Entstehung der Eisenbahnlienie zusammenfiel. Eine wirtschaftliche Nutzung gab es so nur für eine begrenzte Zeit - heute wird der Kanal fast ausschließlich von Freizeitkapitänen genutzt.
Als Wasserscheidenkanal startet man bei Migennes bei einer Höhe von 80 Metern, steigt auf 376 Meter Scheitelhöhe an und fällt danach wieder auf 180 Meter bei Saint-Jean-de-Losne zurück.
Dabei durchfährt man nicht weniger als 191 Schleusen.
Zum Glück für die Skipper funktionieren all diese Schleusen automatisch - per Funk-Fernsteuerung.














Der „Bourgognecanal“ neben uns zieht magisch den Blick auf sich


Weiße Jachten und romantische Hausboote liegen im Hafen und zeichnen ein Bild
von Beschaulichkeit und Muße auf das im strahlenden Sonnenlicht glitzernde Wasser


Von Montbard bis Percey cruisen wir abwechselnd direkt am Kanal entlang 
oder auf ruhigen Landstraßen in dessen Nähe


Alte, beeindruckende Schleusen


Romantische Liegeplätze


Mächtige steinerne Bauwerke sind die Kirchen im Burgund


Beeindruckend - Tonnerre


Wir verlassen den Kanal und durchqueren große Getreide-Anbaugebiete im Département Aube


Die Ernte ist in vollem Gange. 
Eingehüllt in große Staubwolken sind hier übergroße Mähmaschinen unterwegs – und wir mittendurch


Zufrieden mit diesem schönen Tag erreichen wir wieder unsere Farm in Champsicourt
und geben uns der Ruhe und den schönen Dingen auf „Les Furets“ hin


Zu einer weiteren Flasche Champagner aus Madame Perin’s Weinkeller lassen wir uns nicht zweimal bitten :-)


Später am Abend genießen wir wieder ein tolles Abendessen aus Madame Périn‘s Küche
und unterhalten uns angeregt mit dem netten und freundlichen Paar,
das auf seiner Reise zurück in den Norden Frankreichs hier einen Zwischenstopp eingelegt hat


Zu später Stunde ist es dann ja zum Glück nicht so weit bis zu unseren Betten – 
die wir leicht schwankend aber sicher erreichen ;-)



"Nach Troyes und entlang des "Canal de Bourgogne"


"Parken" in Troyes


Den Download zur Tour findest du "Hier"

Nachtrag 27.04.2017 Tourdatei für den "Motoplaner"