Sonntag, 21. Dezember 2014

...und eine tolle Saison 2015

Dezember 2014



Gerne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine schöne Weihnachtszeit,

ein gutes und gesundes neues Jahr

und viel Spaß & tolle Touren in der neuen Saison :-)


Grüße von HerBert




Sonntag, 14. Dezember 2014

"Märchenland"

August 2013 - "Die - Dornröschen - Mission"

Dornröschens Sababurg

"Westward goes Extern" - Tag Zwei von Zwei


"Reisetag Zwei - Märchenland"




Der "Hahn" krähte in aller Herrgottsfrühe –
Auch ihm war wohl das 7-8-9- System nicht fremd.

Wecken um 7 Uhr, dann geht es um 8 zum Frühstückstisch
und um 9 sind Sie dann auch schon wieder auf Ihre Reise.




Der Frühstücksraum war reich gedeckt –
da gab es alles was sich unsere Reisenden nur wünschen konnten.




Schön gestaltet war der Raum mit den großen Fenstern,
gefüllt mit all den interessanten Dingen einer längst vergangenen Zeit.

Nun hieß es aber auch schon Abschied nehmen vom urgemütlichen
"Haus am Schneiderbrunnen"
und seiner freundlichen und fürsorglichen Wirtin.















Rasch wurden die Rösser gesattelt und aus ihrer Stallung geführt.




Dabei erfasste Frau Birgit geistesgegenwärtig und schnell
das Zaumzeug des Anführers Ross –
allzu übermütig wollte es schon ohne seinen Reiter vorwärtspreschen.

Auch von Frau Utes Gunter mussten Sie sich an dieser Stelle leider schon verabschieden –
ein toller gemeinsamer Abend ließ alle auf eine Wiederholung in naher Zukunft in den Vogesen hoffen.















Dann wurde aufgesessen und in leichtem Trab verließen die Gefährten diesen gastlichen Ort.

Welche spannenden  Abenteuer würde Sie wohl erwarten,
wenn Sie erst einmal auf der „Deutschen Märchenstraße“ unterwegs waren?















Gar nicht weit des Weges erreichten Sie Bodenwerder am Weserfluss.















Hier war eine der bekanntesten Sagenfiguren aus dem Weserbergland zu Hause
"Der Lügenbaron von Münchhausen"




Würden unsere Freunde, ebenso wie der Baron, zu maßlosen Übertreibungen bei ihren Erzählungen neigen, würden Sie euch sicherlich die tollsten Lügengeschichten auftischen.




Als dass Sie im Gänsemarsch, genau wie beim „Schwan kleb an“, mit ihren Rössern durch die Fußgängerzone gezogen wären und dass die erstaunten Bürger, welche auf dem Marktflecken anwesend waren, Sie mit offenen Mündern angeschaut und sich wohl gefragt hätten, was diese Fremden mit Ihren seltsamen Rössern wohl in ihr durch Verbotsschilder stark gesichertes Innenstädtchen wohl verschlagen habe.















Aber alles ging gut und nur ein paar erstaunte Rufe klangen noch an die Ohren unserer Freunde, als Sie auf Ihren mechanischen Rössern entschwanden :-)




Auf Ihrem Weg nach Polle begleiteten windzerzauste Obstbäume unsere Reisenden rechts und links des Weges, der sich recht kurvig durch die schöne, leicht hüglige Landschaft wand.




Noch einmal ging es über Ottenstein in schönen Kurven hinunter von der Höhe, dann hatten Sie bei Brevörde wieder die Weser vor Ihren Augen.















Direkt am Fluss lag nun links von Ihnen der Campingplatz von Polle. Vortrefflich wird dieser demnächst von
"Heike in ihrem Moped Tagebuch"
beschrieben, die dort in naher Zukunft ihr Zelt aufschlagen wird.




Unsere Gefährten hielten sich links um noch einen flüchtigen Blick auf Burg Polle zu erhaschen, denn für eine richtige Rast war es denn doch noch zu früh. In den Sommermonaten wird in der Burgruine das „Aschenputtel-Spiel“ aufgeführt, denn hier ist sein Zuhause.




Als nächste Wegstrecke lag nun der Aufstieg auf den „Köterberg“ vor unseren Helden.




Eifrig trieben Sie ihre Rösser an, den 427m hohen Berg zu erklimmen. In dieser frühen Morgenstunde waren Sie noch fast alleine unterwegs, was sich zu fortgeschrittener Stunde wohl gehörig ändern würde.















Denn gar beliebt ist der Gipfel, mit seiner gastlichen Raststätte, bei den Reitern der motorisierten Rösser, in der nahen und auch der weiteren Umgebung.
















Ein wenig mussten Sie aber doch den Eifer Ihrer Rösser zügeln – den Anwohnern zum Schutz galt es hier nur in möglichst leichtem Trab zu reisen. Eiserne, einbeinige Gesellen überwachten die Stege - stets bereit zu eiligen Reisenden ihre strafenden Blitze hinterherzuwerfen.















Doch alle geben ihr Bestes und schon nach kurzer Zeit hatten Sie den Gipfel erreicht.




Von hier aus schauten Sie auf nicht weniger als 62 Ortschaften in NRW, Niedersachsen und Hessen - auf die Porta Westfalica - das Hermanns-Denkmal im Teutoburger Wald - zum Herkules bei Kassel und zum Brocken im Harz.




Toll war es dort oben zu stehen.

Nicht weit unterhalb des Köterbergs streiften Sie die „Tonenburg“, die seit ihrer Eröffnung Anno 1998 zu einem beliebten internationalen Treffpunkt der Moto-Reiter geworden war.















Unten im Tal führte unsere Freunde der weitere Weg durch die Weserstadt „Höxter“ 















Bezaubernd war der Anblick der alten und schönen Fachwerkhäuser und auch das Schloss und Kloster „Corvey“, an dem Sie am Otsrande von Höxter entlangzogen, besitzt eine Strahlkraft die weit über das Weserbergland hinausreicht.




Von "Holzminden" aus überquerten unsere Gefährten nun den Naturpark „Solling“.

Dieser Mittelgebirgszug des "Weserbeglands" erreicht eine Höhe von 527,8m und besitzt mit „Neuhaus im Solling“ an der K50 einen beliebten Ferienort.

Kaum dort oben angekommen stürzten Sie sich auch schon wieder,
über die L549, hinab bis ins Tal.

Immer die Rottmünde zur Linken folgten hier Kurve auf Kurve in schneller Reihenfolge –
Der heißeste Ritt den unsere Recken im Weserbergland erlebten.




Unten in Boffzen angekommen wurde sich erst einmal gesammelt.
An eine Weiterfahrt war erst zu denken, nachdem sich das breite Grinsen in den Gesichtern der Gefährten ein wenig geglättet hatte.




Wieder an der Weser erreichten unsere Freunde über Beverungen „Bad Karlshafen“, das 1699 durch Landgraf Carl zu Hessen gegründet wurde. Dem Landgrafen war es zu verdanken, dass aus Frankreich geflohene Protestanten, die Hugenotten, hier als erste Siedler der Stadt eine neue tolerante Heimat fanden.




Um an den Missionsort ihrer Reise zu gelangen verließen die Gefährten für eine kurze Zeit die Ufer der Weser und folgten der Diemel bis nach Trendelburg.




Burg und StadtTrendelburg lagen nun idyllisch eingebettet im Diemeltal,
am Rande des „Reihnhardswaldes“, vor Ihnen.















Die eindrucksvolle Trendelburg, oben auf dem Berg, gilt der Sage nach als die
"Rapunzel-Burg".




Vom Turm hängt noch heute der Zopf der Prinzessin herab, über den ihr Prinz zu ihr gelangen konnte.




Bei der Weiterfahrt galt es nicht zu vergessen, einen Blick auf den Campingplatz der Trendelburg zu werfen. Hier hatte Svenja, auf ihrer „Tauchfahrt des Schreckens“, ihr Zelt aufgebaut bevor Sie ihre Deutschlandreise fortsetzte.




Nun ging es Schlag auf Schlag – Jetzt galt es Ihre Mission zu erfüllen.




Schon bald lagt der wohl wichtigste Schauplatz der Grimmschen Märchen vor unseren Freunden,
„Dornröschens Sababurg“.




Der kleine Ort Sababurg liegt romantisch-verwunschen im Herzen des mächtigen "Reinhardswaldes", dem Schatzhaus Europäischer Wälder, zwischen Kassel und Göttingen.















Bekannt ist die Sababurg als das Schloss, in dem die Märchenfigur Dornröschen in ihren hundertjährigen Schlaf gefallen ist.















Weder die Dornenhecke noch der Fußmarsch stellten für unsere Gefährten ein wirkliches Hindernis dar.




Mutig kämpften Sie sich bis zur Burg durch wo der Prinz seine Prinzessin aus Ihrem tiefen Schlaf erweckte.




Stolz sind die Recken – Haben Sie Ihre "Dornröschen - Mission" im Märchenland doch überaus vortrefflich gemeistert.















Nach erfolgreicher Erfüllung Ihrer Reise begaben sich unsere Helden nun auf Ihre Rückreise.















Dabei erblicken Sie kurze Zeit später am gegenüberliegenden Ufer der Weser ein gastliches Haus, in welchem Sie sich gerne von den Strapazen der beschwerlichen Reise erholen- und auch gleich die hungrigen Mägen füllen wollten.















Trockenen Fußes überquerten Sie den Fluss mit einer Fähre, nur um alsbald zu sehen, dass das „Gasthaus zur Fähre“ von allerlei Reisenden belagert wurde und an einen gemütlichen Aufenthalt nicht zu denken war.















Also beschlossen Sie noch auf dem Wasser, Ihre Reise unverzüglich fortzusetzen und an anderer Stelle eine geeignete Raststätte aufzusuchen.















Ein letztes Stück ging es entlang der Weser, dann erreichten Sie "Hannoversch Münden", die Stadt des Dr. Eisenbart.















Überaus beeindruckt waren unsere Besucher von den über 700 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten, die das Bild der historischen Altstadt prägten.















Die prächtigen Fachwerkbauten, Wehrtürme, Befestigungsanlagen, das Welfenschloss, die Steinbrücke und das Renaissance-Rathaus zeugen von einer reichen Vergangenheit als Handelsstadt am Wasser.




Nun standen Sie an der Spitze der Insel „Unterer Tanzwerder“, an dem der 70 Zentner schwere „Weserstein“ seit 1899 auf den Ursprung der Weser an dieser Stelle aufmerksam macht.




Dort lasen Sie im Original die poetischen Verse:
„Wo Werra sich und Fulda küssen / Sie ihren Namen büßen müssen / Und hier entsteht durch diesen Kuß / Deutsch bis zum Meer der Weserfluß“




Von Ihrer weiteren Rückfahrt wäre dann noch zu berichten, dass Sie noch die Kurfürstliche Stadt Kassel durchquerten und an der „Wilhelmshöhe“ beinahe doch noch zwei Ihrer Gefährten verloren hätten.
Nur durch den Einsatz einer durch die Luft fliegenden Botschaft konnten Sie schließlich wieder zueinander finden.




Reichlich hungrig kehrten Sie zu einer letzten Rast im „Zündstoff - Steakhouse & Bikertreff" in Waldeck am Edersee ein.















Im gut besuchten Steakhouse deckten Sie sich mit allem Nötigen ein, was der hungrige Reisende so begehrt.















Da wurden Pommes mit Riesen-Currywurst oder Riesen-Hamburger in kürzester Zeit vertilgt. In späteren Zeiten bildete sich dann auch die Mähr einer
„Kulinarisch wertvollen Märchentour“ :-)















Vom Edersee aus ging es auf die letzte Etappe auf Ihrem Weg zurück in die Heimat - die unsere Gefährten müde aber unbeschadet, nach insgesamt 490 Kilometern, in der Abenddämmerung erreichten.





Am Ende der Reise haben unsere Gefährten…



…vom Geronimo auf den Edersee geblickt

…vom Hermannsdenkmal über den Teutoburger Wald geschaut

…die mystische Stimmung an den Externsteinen gespürt

…märchenhaft im Haus am Schneiderbrunnen genächtigt

…das Essen im Dorfrestaurant Schneiderhof genossen

…es dem Baron von Münchhausen in Bodenwerder gleichgetan

…das Aschenputtel in Polle besucht

…auf dem Köterberg die grandiose Rundumsicht genossen

…eine Sightseeing-Runde durch die Fachwerkstadt Höxter gedreht

...das Schloss und Kloster Corvey gestreift

…den Solling bezwungen


...Rapunzels langes Haar am Turm der Trendelburg gesehen

Dornröschen auf der Sababurg aus ihrem 100jährigen Schlaf geweckt

…die Weser mit der Fähre bei Hemeln überquert

…den Text des Wesersteins mit eigenen Augen gelesen

…die Stadt Kassel bis zur Wilhelmshöhe durchquert

…riesen-Burger im Zündstoff in Waldeck am Edersee vertilgt

…nach 860 abenteuerlichen Kilometern auf ihren Rössern, ihre Heimat wieder unbeschadet und wohlgemut erreicht


Mein herzlichster Dank geht an Frau Birgit, die die Reise der Gefährten wieder in vielen tollen Bildern festgehalten hat, die noch späteren Generationen von Ihrer Reise ins Sagen und Märchenland berichten werden.


Der Autor dankt allen Gefährten für ihre getreue Begleitung auf dieser abenteuerlichen Mission und wünscht sich noch viele solcher tollen Erlebnisse.








Eine Abschrift des Reiseverlaufs bekommt der geneigte Leser an dieser Stelle